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In Zeiten, in denen große Militärverbände aus den Grenzgebieten in andere Krisenregionen verlegt werden mussten, registrieren die Archäologen zudem ein plötzliches Auftreten von zahlreichen römischen Importgegenständen im freien Germanien. Nach dem Abzug zahlreicher Einheiten zur Eroberung Britanniens unter Kaiser Claudius wurde der Frieden auf diese Weise erkauft. Auch die Rekrutierung von Hilfstruppeneinheiten aus Germanien ist verbürgt, allerdings meist als irreguläre Verbände, die nach dem Feldzug wieder entlassen wurden. In den großen germanischen Moorfunden Südskandinaviens finden sich römische Schwerter, Helme, Gürtelbeschläge in erstaunlicher Häufigkeit.

Links: germanischer Reiter mit Prunkausrüstung, rekonstruiert nach Fundstücken aus dem Moorfund von Illerup, ausgestellt im Museum Moesgard, Dänemark.

Es erfolgte die militärische Absicherung der Grenzprovinzen durch Ausbau und Verstärkung des Limes. Dieses Bauwerk, bestehend aus einer Palisade mit  Graben und Wall, war keine Festungsanlage. Jedes organisierte Heer hätte innerhalb weniger Minuten die Palisade eingerissen und den Graben zugeschüttet, was auch die spärlichen Truppen der Türme und Kleinkastelle nicht hätten verhindern können.