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Dreharbeiten im
Saalburg-Kastell
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Einleitung * Das Interesse am Reiten war schon immer vorhanden, und bei
einem einwöchigen Reitlehrgang nahm der Wunsch, das ganze in
antiker Ausrüstung zu praktizieren, Gestalt an. Dabei
stand am Anfang - das war 2003 - nicht die authentische Rekonstruktion im Vordergrund,
sondern das eigene Erleben. Das Ziel für die nächsten Monate
und Jahre wird aber sein, die Reittechnik zu verfeinern und
natürlich die Ausrüstung Stück für Stück dem
archäologischen Material nachzubilden und auszutesten.
Gleich zu Beginn wurde ein Filmteam der
ARD auf meine Bemühungen aufmerksam, das einen Teil der anfänglichen
Arbeiten verfolgt und dokumentiert hat.
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Ziel unser Rekonstruktion sollte ein Reiter der trajanischen /
hadrianischen Zeit, dem frühen 2. Jahrhundert, sein, da hier der Forschungsstand eine gute Grundlage
bildet. Zudem werden zu diesem Zeitpunkt im obergermanischen
Limesgebiet zahlreiche Kastelle gegründet und ausgebaut, in denen
häufig berittene Truppen stationiert wurden. Der erste Limesverlauf
lässt sich mit den Chattenkriegen Kaiser Domitians verbinden, etwa
83-85 n.Chr.
| In diese erste Phase fallen auch die ersten Befestigungen
auf dem Gelände der heutigen Saalburg, die ab 135 nachweisbar
mit der berittenen cohors II Raetorum civium Romanorum
equitata besetzt war. Das bedeutet, dass die Angehörigen als
Auszeichnung für besondere Leistungen im Kampf das römische
Bürgerrecht erhalten haben. Neben den archäologischen
Fundstücken sind insbesondere die zahlreichen Grabsteine eine
unschätzbare Quelle. Neben der Ausrüstung des Reiters finden
sich auch sehr detaillierte Darstellungen des Pferdegeschirrs.
Rechts ist als Beispiel der sehr gut erhaltene Grabstein des
Romanius aus Mainz abgebildet, der allerdings etwas früher
datiert. Ab den 70er Jahren des 1. Jahrhunderts ändert sich
die Art der Darstellung, die verstorbenen Reiter lassen sich
nun vorzugsweise beim Totenmal portraitieren. |
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Nach unserer ersten
improvisierten Rekonstruktion für die ARD - Dokumentation
"Bilderbuch Deutschland" wurde die Ausrüstung Stück für
Stück weiterentwickelt und ergänzt. Seitdem wurden zahlreiche Aktionen
durchgeführt, z.B. eine Präsentation im Rahmen des Römerfestes in
Schloßau am Odenwaldlimes, die Teilnahme an einer Dokumentation für die
BBC und ein Limesritt am Rätischen Limes, zeitgleich abgestimmt mit der
Ernennung des Limes zum Weltkulturerbe.

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