Das Pferdegeschirr

In die Gestaltung des Geschirrs flossen sowohl Elemente archäologischer Originalstücke aus Xanten, sowie prinzipielle gestalterische Elemente, wie sie auf zeitgenössischen Bildnissen zu erkennen sind. Die großen Zierscheiben (Phalerae) als Riemenverteiler  wurden im Wachsausschmelzverfahren gegossen. Hierzu wurde ein Urmodell auf einer Dreh-Einrichtung  aus Wachs modelliert und zur Vervielfältigung abgeformt. In dieser Negativform konnten dann die insgesamt 5 Wachsmodelle hergestellt werden, die nach den notwendigen Nacharbeiten für den Guss in der verlorenen Form verwendet wurden. Ebenso wurde  mit den kleinen Phalerae verfahren.

Brustphalere, noch ohne zentrale Götterfigur Schnalle, plastische Ausarbeitung nach Connolly Montage der Phaleren am Geschirr Einzelteile vor der Montage

Nach dem Guss wurden die Scheiben von Rückständen gereinigt, überschliffen, poliert und abschließend versilbert.

Die weiteren Bestandteile des Geschirrs wie Schnallen, Beschläge und Amulettanhänger sind als rekonstruierte und ergänzte Originalabgüsse ein besonders authentisches Element. Die Einzelteile wurden mit versilberten Nieten und Blechen originalgetreu  am Geschirr befestigt.

Im Gegensatz zu den aufwendigen Originalstücken aus Xanten habe ich als einfacher Reiter-Auxiliar nur die zentrale Phalera mit einem Palmettenanhänger und einer Götterbüste geschmückt. Abweichend wurde hier ein Portrait des Götterboten Merkur eingearbeitet, der zudem auch der Gott des Handels ist und damit Schutzpatron meines Gewerbes.

teilrekonstruierter Hafentempel im Archäologischen Park Xanten