Ein offenes Wort...
...zum Thema Schatzsuche

Gerade bei der Zusammenarbeit sowohl mit offiziellen Stellen als auch mit privaten Sammlern kommt man oft nicht umhin, seine Position einmal klar zu vertreten.

Auch wenn die rechtliche Lage von Bundesland zu Bundesland variiert und auch der gesetzliche Rahmen oft auf gerichtlichem Wege neu definiert wird, gibt es ganz klar ethische und moralische Richtlinien:

Schatzsucher und Sondengeher können einen wichtigen Beitrag zur regionalen Archäologie leisten - wenn dabei ein paar wichtige Regeln eingehalten werden. Nämlich:

  • Vornehmlich Suche in gefährdetem Gebiet, d.h. Rettung der Fundstücke vor Baumaschinen und dem Pflug der Bauern.

    Viele archäologische Stätten werden unbemerkt - oder mangels Geldern für reguläre Ausgrabungen - zerstört. Auch die Entdeckung neuer Fundstellen ist ein wichtiges Thema

  • Keine Suche unter dem Pflughorizont oder in ungestörtem Gelände

  • unbedingte Meldung der Funde bei Ämtern oder Museen

Das Zerstören intakter Fundschichten oder gar das nächtliche Plündern von archäologischen Ausgrabungsstätten ist nicht nur höchst kritisch zu beurteilen, sondern bei letzterem ein äußerst krimineller Akt, der mit höchsten Strafen geandet werden sollte.

Es sind gerade diese schwarzen Schafe unter den Schatzsuchern, die ein hartes Vorgehen provozieren und eine Zusammenarbeit mit offiziellen Stellen schwierig gestalten.

Dabei sollten sich aber auch die Ämter bewußt sein, daß das Schatzsuchen bei allen Strafandrohungen wohl kaum zu unterbinden sein wird und deshalb eine Form von Kooperation gefunden werden muß, um die Funde und Erkenntnisse der Schatzsucher der wissenschaftlichen Bearbeitung nicht vorzuenthalten.

Die unterschiedlichen Landesgesetze provozieren dazu, Funde ins jeweilige Nachbarland mit liberalerer Gesetzgebung "wandern" zu lassen und verfälschen die Verbreitungsbilder. Eine einheitliche Regelung wäre hier wünschenswert.

Mir ist durchaus klar, daß sich die Fronten so klar gegenüber stehen, daß bei allen Argumenten und aller Vernunft nur schwer ein neuer Weg beschritten werden kann. Bei allen persönlichen Vorurteilen - für die Wissenschaft wäre eine Kooperation ein großer Gewinn.

Um privaten Sammlern und Suchern die Kontaktaufnahme mit den offiziellen Stellen und eventuell die Abgabe der Fundstücke zur Bearbeitung zu erleichtern, bietet Replik einen besonderen Service an: Die Abformung der Funde und Herstellung von 1:1 Nachgüssen, gegebenfalls auch die Rekonstruktion zum gebrauchsfähigen Schmuckstück. Das muß nicht teuer sein - und Fragen kostet schon einmal gar nichts...

HOTLINE 06187/21723
mail@replik.de